Klinische Psychologie

Die Klinische Psychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie. Sie umfasst die Untersuchung, Beratung und Behandlung von einzelnen Menschen, Paaren, Familien und Gruppen in Hinblick auf psychische aber auch sozial und körperliche Beeinträchtigungen und Störungen. Insbesondere beschäftigt sie sich mit

  • psychischen Störungen
  • körperlichen Störungen, bei denen psychische Einflüsse eine Rolle spielen,
  • psychischen Extremsituationen
  • psychischen Folgen akuter Belastungen sowie
  • Entwicklungskrisen und psychischen Krisen.

Klinische Psychologie bietet für alle Lebensalter und den Großteil der Gesundheitsfragen des psychosozialen Bereichs entsprechende Untersuchungen, Beratungen und Behandlungsmöglichkeiten an.
Die klinisch-psychologische Behandlung umfasst auch vorbeugende (präventive) und wiederherstellende (rehabilitative) Maßnahmen. Sie hat zum Ziel, Krankheiten vorzubeugen, psychische Störungen bzw. Leidenszustände zu lindern oder zu beseitigen sowie kranke Menschen darin zu unterstützen, ihre Krankheit besser bewältigen zu können. Die klinischen PsychologInnen setzen ihre Behandlung konkret an der jeweiligen Störung bzw. dem jeweiligen Problem an und stützen ihre Vorgangsweise auf sorgfältige diagnostische Untersuchung und wissenschaftliche Theorien.
Bei der klinisch-psychologischen Beratung stellt die klinische Psychologin bzw. der klinische Psychologe der ratsuchenden Person, Gruppe oder Familie gezielt Informationen und Entscheidungshilfen zur Verfügung und unterstütz im Bedarfsfall beim Herausfinden und Eingrenzen der wichtigsten Probleme und Anliegen sowie passender Lösungsmöglichkeiten.
Wer ist klinische Psychologin bzw. klinischer Psychologe?
Der Beruf der klinischen Psychologin und des klinischen Psychologen ist eine freier Gesundheits- und Heilberuf und seit 1991 im „Psychologengesetz" geschützt. Hier sind Ausbildung, Berufspflichten und Rechte der klinischen Psychologen und klinischen Psychologinnen verbindlich festgelegt.
Klinische Psychologinnen und klinische Psychologen haben eine universitäre Ausbildung in Psychologie und im Anschluss daran eine weiterführende klinisch-psychologische Fachausbildung absolviert. Das für Gesundheit zuständige Bundesministerium führt ein Verzeichnis, das alle zur Ausübung der Klinischen Psychologie berechtigten Personen in Österreich namentlich sowie unter Angabe der Adressen enthält. Dieses Verzeichnis wird „Liste der klinischen Psychologinnen und klinischen Psychologen" genannt. Die Berufsbezeichnung „klinische Psychologin" oder „klinischer Psychologe" ist somit gesetzlich geschützt.